Mafalda Salvatini

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Interpret

Salvatini, Mafalda

Details

Lebendige Vergangenheit

Zu den Künstlerinnen, die es bei uns in Deutschland zu hohem Ansehen gebracht haben und die wir, obwohl von italienischer Abkunft, mit Stolz zu den unsrigen zählen, gehört Mafalda Salvatini. Mit diesem blumigen Satz beginnt eine kurze Biographie in einem Katalog der Marke „Grammophon“ vom Mai 1924. Mafalda Salvatini wurde am 17. Oktober 1888 im Schloß Baia bei Neapel als Tochter des dortigen Kommandanten geboren. Mit vier Jahren war sie bereits verwaist und wurde in Internaten der Sacre-Coeur-Schwestern zuerst in Portici, dann in Paris erzogen. Schon früh zeigte sich bei ihr lebhaftes Interesse und ausgesprochene Anlage für Musik und Theater. Beide Anlagen wurden sorglich gepflegt. Als sie mit voller Entschiedenheit auf die Kunst als Lebensberuf hinwiesen, wurde Mafalda Salvatini Schülerin der berühmten Gesangsmeisterin Pauline Viardot-Garcia und des gefeierten Tenors an der Pariser Großen Oper Jean de Reszke. Mit neunzehn Jahren betrat sie zum ersten Mal die Bühne der Berliner Hofoper um hier als Aida zu gastieren. Die Künstlerin wurde sofort für fünf Jahre verpflichtet. 1913 absolvierte sie ein Gastspiel an der Pariser Großen Oper. Auch hier blieb ihr der Erfolg treu, die Direktion schloss mit ihr einen mehrjährigen Vertrag ab, der jedoch 1914 durch die Rückkehr Mafalda Salvatinis nach Berlin, ihrem ständigen Wohnsitz, seine Auflösung fand. 1914-23 war sie am Deutschen Opernhaus Berlin-Charlottenburg engagiert, und an diesem Haus erreichte ihre Karriere den Höhepunkt. Hier hatte sie als überragende Erscheinung in dem ausgezeichneten Ensemble eine Reihe von Darbietungen geschaffen, die auf hohem künstlerischen Niveau standen. Vor allem als Aida, als Valentine in Meyerbeers „Hugenotten“, als Santuzza, als Carmen, Tosca und Jüdin, aber auch als Myrtocle in d’Alberts „Toten Augen“ und als Marta in „Tiefland“ vermochte sie ihr Publikum zu begeistern. 1924-26 sang sie nochmals an der Berliner Staatsoper, kehrte aber 1926 wieder an das Deutsche Opernhaus zurück, wo sie bis 1932 ihre große Karriere fortsetzte. 1926 kreierte sie für Berlin die Titelheldin in Puccinis „Turandot“, wobei sie einen ihrer größten Erfolge erzielte. 1927 war sie zu Gast an der Staatsoper Dresden, 1922 und 1928 an der Wiener Staatsoper, 1928 am Opernhaus von Riga; sie ist auch in Holland und Belgien, jedoch nie in ihrer italienischen Heimat aufgetreten. Zu Beginn der dreißiger Jahre heiratete sie den litauischen Botschafter in Deutschland und lebte nach Aufgabe ihrer Karriere im Schweizer Kanton Tessin. Am 13. Juni 1971 ist sie in Lugano gestorben. Die Schallplatten- Karriere der Künstlerin kann als ansehnlich gelten; die ersten Aufnahmen bei „Grammophon“ entstanden 1919 und nicht, wie auf der Langspielplatte LV 38 vom Oktober 1969 behauptet wurde, 1916. … “Mafalda Salvatini is among the female artists who enjoy a high reputation in Germany and whom we proudly number among our own, although they are of Italian descent.” This flowery sentence is the beginning of a short biography in a catalogue published by the label Grammophon in May 1924. Mafalda Salvatini was born on 17 October 1888 at Baia Castle near Naples, the daughter of the commander there. By the age of four she had lost both parents and was sent to boarding schools of the Sacred Heart religious congregation, first in Portici and then in Paris. Her lively interest in and definite talent for music and theatre was early apparent and both gifts were carefully nourished. When they decisively pointed the way to a career in the musical arts, Mafalda Salvatini began studying singing with the famous teacher Pauline Viardot-Garcia and a celebrated tenor of the Paris Opéra, Jean de Reszke. At the age of 19 she sang at the Berlin Hofoper for the first time in a guest appearance as Aida. She was immediately engaged for the next five years. In 1913 she appeared as a guest at the Paris Opéra. Again she was a success, and the management gave her a contract for several years. It ended, however, in 1914 when Salvatini returned to Berlin to make it her home. From 1914 to 1923 she was engaged at the Deutsches Opernhaus in Berlin-Charlottenburg, the house in which her career reached its apogee. Here, as an outstanding performer in an excellent ensemble, she created a number of roles that were of a high artistic level. She fired audiences with enthusiasm in the role of Aida, Valentine in Meyerbeer’s Les Huguenots, Santuzza, Carmen, Tosca and the Jewess but also as Myrtocle in d’Albert’s Die Toten Augen and as Marta in Tiefland. From 1924 to 1926 she sang at Berlin’s Staatsoper, but in 1926 returned to the Deutsches Opernhaus, where she continued her great career until 1932. In 1926 she created the title role in Puccini’s Turandot for Berlin, scoring one of her greatest successes. In 1927 she was a guest at the Staatsoper in Dresden, in 1922 and 1928 at Vienna’s Staatsoper and in 1928 at the Opera of Riga. She also performed in Holland and Belgium but never in her Italian homeland. In the early 1930s she married the Lithuanian ambassador to Germany and after giving up her career, she lived in the Swiss canton of Ticino. She died in Lugano on 13 June 1971. Salvatini had an extensive recording career; her first recordings for Grammophon were made in 1919 (not in 1916, …

Zusatzinformation

Setanzahl 1
Tonträger CD
Artikelnummer PR89653
Veröffentlichungsdatum 03.05.2006
Tracks Ritorna vincitor! (Aida), Pur ti riveggo, mia dolce Aida (Aida), Tu qui, Santuzza? (Cavalleria rusticana), No, no, Turiddu (Cavalleria rusticana), Als euer Sohn einst fortzog (Cavalleria rusticana), Warum denn hieltest du mich sehnend umfangen? (Bajazzo), Un po´di vero c´é (Madama Butterfly), Un bel Di verdremo (Madama Butterfly), Che tua madre dovrà (Madama Butterfly), Qual occhio al mondo (Tosca), Sein bin ich! Sein Eigentum! (Tiefland), Psyche wandelt durch Säulenhallen (Die toten Augen), Lieblicher Mond, so silberzart (Rusalka), L´ama ognor qualio (Saffo), Ja, die Liebe hat bunte Flügel (Carmen), Draussen am Wall von Sevilla (Carmen), Er kommt zurück (Die Jüdin), Der ersten Tränen (Turandot), Nur der Schönheit weiht´ ich mein Leben (Tosca), Welch´ ein Duft! (Fedora), Gott der gerecht ist (Fedora)
1
Ritorna vincitor! (Aida)
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Pur ti riveggo, mia dolce Aida (Aida)
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Tu qui, Santuzza? (Cavalleria rusticana)
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No, no, Turiddu (Cavalleria rusticana)
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Als euer Sohn einst fortzog (Cavalleria rusticana)
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Warum denn hieltest du mich sehnend umfangen? (Bajazzo)
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Un po´di vero c´é (Madama Butterfly)
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Un bel Di verdremo (Madama Butterfly)
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Che tua madre dovrà (Madama Butterfly)
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Qual occhio al mondo (Tosca)
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Sein bin ich! Sein Eigentum! (Tiefland)
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Psyche wandelt durch Säulenhallen (Die toten Augen)
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Lieblicher Mond, so silberzart (Rusalka)
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L´ama ognor qualio (Saffo)
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Ja, die Liebe hat bunte Flügel (Carmen)
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Draussen am Wall von Sevilla (Carmen)
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Er kommt zurück (Die Jüdin)
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Der ersten Tränen (Turandot)
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Nur der Schönheit weiht´ ich mein Leben (Tosca)
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Welch´ ein Duft! (Fedora)
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Gott der gerecht ist (Fedora)
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