Paul Knüpfer

Schreiben Sie die erste Kundenmeinung

Verfügbarkeit: Auf Lager

Lieferzeit: 2-3 Werktage

13,90 €
Inkl. gesetzlicher USt. und Versandkosten

Interpret

Knüpfer, Paul

Details

Lebendige Vergangenheit

Geboren am 21. Juni 1865 in Halle (Saale), galt sein ursprüngliches Berufsziel der Medizin. Ab 1884 besuchte er das Konservatorium von Sondershausen / Thüringen, studierte dort Orchesterleitung und belegte nur nebenbei das Fach Gesang. Schon bald ließ sich Knüpfer von seinem Lehrer Bernhard Günsberger dazu bewegen, seine auffallend umfangreiche Bass-Stimme ausbilden zu lassen und sich auf eine Sängerlaufbahn zu konzentrieren. Bereits nach einer Studienzeit von nur einem Jahr trat er in der Partie des Raphael in Haydns „Schöpfung" erstmals öffentlich auf. Sein Erfolg war so groß, dass er 1888 an das Stadttheater von Leipzig engagiert wurde. Neben zahlreichen buffo-Partien, die ihn auch außerhalb Leipzigs rasch bekannt machten, sang er dort 1890 auch in der Uraufführung von Johann J. Aberts „Die Almohaden". An der Berliner Hofoper, wo er vorerst ebenfalls überwiegend in buffo-Rollen eingesetzt wurde, debütierte Knüpfer 1898 in der Partie des van Bett in „Zar und Zimmermann". Mit der Zeit in Berlin erreichte seine Karriere ihren Höhepunkt, er wirkte dort auch in zahlreichen Uraufführungen mit: in „Briseis" (1899), der unvollendet hinterlassenen Oper von Chabrier, in einer Neufassung von Aubers „Le chevalier de Bronze" (1900), in Leoncavallos „Rolando di Berlino" (1904) und in Humperdincks „Die Heirat wider Willen" (1905). Knüpfers Engagement in Bayreuth stellte einen entscheidenden Wendepunkt in dessen Karriere dar. Sein Repertoire begann sich nun vom „komischen " Fach weg zu entwickeln und wesentlich vielseitiger und ,,seriöser" zu werden, wobei die Werke Richard Wagners einen besonderen Stellenwert einnahmen. In Bayreuth war er erstmals 1901 als Gurnemanz und Titurel zu hören. Bis 1912 trat er dort bei­ nahe alljährlich weiters als Daland, Landgraf, König Marke, Hunding und Pogner auf. Besonders in Berlin konnte Knüpfer seine Vielseitgkeit unter Beweis stellen. Sein Repertoire reichte von Sarastro, Leporello, Osmin und Figaro über Gounods Mephistopheles, Nicolais Falstaff, Abul Hassan und Marcel in „Die Hugenotten" zu Fasolt und Fafner. 1911 übernahm er die Partie des Ochs in der Berliner Premiere des „Rosenkavaliers" (den er zwei Jahre später auch in der Premiere an der Covent Garden Opera verkörperte) und sang 1913 in der Berliner Erstaufführung (!) von Verdis „Don Carlo" den König Philip neben Jadlowker, Bronsgeest, Hafgren und Arndt­ Ober. Zwischen 1904 und 1914 gastierte er jedes Jahr und mit großem Erfolg an der Covent Garden Opera in London (1914 kreierte er dort den Gurnemanz in der Londoner Erstaufführung von „Parsifal"). Anlässlich der Berliner Premiere von Pfitzners „Palestrina" übernahm er 1919 noch als eine seiner letzten Partien die Rolle. des·Madruscht. 1920 zog Knüpfer sich aufgrund einer schweren Krankheit von der Bühne zurück und starb am 4. November desselben Jahres in Berlin. Born on June 21st 1865 in Halle (Saale/Germany) Paul Knüpfer's original choice of occupation would have been in the medical field, but in 1884 he began to study orchestral direction at the Conservatory of Sondershausen / Thüringen. On the side he also took singing lessons, until his teacher, Bernhard Günsberger, urged him to have his voice, which then already had a remarkable range, properly trained and concentrate on a professional singing career. After only one year of training Knüpfer made his first public appearance in the role of Raphael in Haydn's "Creation". So overwhelming was his success that in 1888 he was offered a contract by the Stadttheater in Leipzig. Apart from various buffo-roles, which also made his name known to audiences outside Leipzig, Knüpfer also took part in the world. premiere of Johann J. Abert's "Die Almohaden" (1890). At the Berlin Court Opera, where in the beginning his ·repertory mostly consisted of comic roles, too, his debut took place in 1898 in the role of van Bett in "Zar und Zimmermann". Without doubt, Knüpfer's engagement in Berlin marked the highpoint of his career. There, too, he created several roles in world premieres: "Briseis" (1899) - a posthumous opera by Chabrier, a revised version of "Le Chevalier de Bronze" by Auber (1900), Leoncavallo's "Ronaldo di Berlino" (1904) and Humperdinck's "Die Heirat wider Willen" (1905). Knüpfer's first appearances at Bayreuth in 1901 as Titurel and Gurnemanz marked a decisive turning point in his career: he moved away from the "comic" repertory and started to concentrate on more versatile and "serious" roles. Operas by Richard Wagner held a special place in his repertory: from 1901 until 1912 Knüpfer appeared at Bayreuth almost every year and was heard as Daland, Landgraf, King Marke, Hunqing and Pogner. How versatile a singer he was, Knüpfer was able to prove best in Berlin: his repertory there stretched from Sarastro, Leporello, Osmin and Figaro over Gounod's Mephistopheles, Nicolai's Falstaff, Abul Hassan and Marcel in "Les Huguenots" to Fasolt and Fafner. In 1911 the singer took over the role of Ochs in the Berlin premiere of "Der Rosenkavalier" (two years later he also created the role for Covent Garden) and in 1913 sang King Philip in the Berlin premiere (!) of Verdi's "Don Carlo" (with Jadlowker, Bronsgeest, Hafgren and Arndt-Ober). In the years between 1904 and 1914 he returned to Covent Garden every year with great success and created the role of Gurnemanz in the London premiere of "Parsifal" in 1914. The role of Madruscht on the occasion of the Berlin premiere of Pfitzner's "Palestrina" in 1919 was among the very last additions to his repertory. In 1920 Knüpfer was forced to retire due to serious health problems and died in the same year, on November 4th, in Berlin. ·

Zusatzinformation

Setanzahl 1
Tonträger CD
Artikelnummer PR89524
Veröffentlichungsdatum 10.07.2000
Tracks Will der Herr Graf (Figaros Hochzeit), Dort vergiss leises Flehn (Figaros Hochzeit), O Isis und Osiris (Die Zauberflöte), In diesen heilgen Hallen (Die Zauberflöte), Als Büblein klein (Die lustigen Weiber von Windsor), O höre mich, du starker Gott! (Die Hugenotten), Piff, paff, puff (Die Hugenotten), Welch ein Schreck (Die Hugenotten), Wer legt auf ihn so strengen Bann (Der Freischütz), Mögst du, mein Kind (Der fliegende Holländer), Das schöne Fest (Die Meistersinger von Nürnberg), Tatest du´s wirklich (Tristan und Isolde), Hier sitz ich zur Wacht (Götterdämmerung), Du siehst, das ist nicht so (Parsifal), Sie hat mich nie geliebt (Don Carlos), Lass dir zu Füssen (Der Barbier von Bagdad), So schwärmet Jugend (Der Barbier von Bagdad), An dem linken Strand der Tiber (Alessandro Stradella), Lied an die Flasche (Undine), Weiß ich doch eine (Die verkaufte Braut)
1
Will der Herr Graf (Figaros Hochzeit)
2
Dort vergiss leises Flehn (Figaros Hochzeit)
3
O Isis und Osiris (Die Zauberflöte)
4
In diesen heilgen Hallen (Die Zauberflöte)
5
Als Büblein klein (Die lustigen Weiber von Windsor)
6
O höre mich, du starker Gott! (Die Hugenotten)
7
Piff, paff, puff (Die Hugenotten)
8
Welch ein Schreck (Die Hugenotten)
9
Wer legt auf ihn so strengen Bann (Der Freischütz)
10
Mögst du, mein Kind (Der fliegende Holländer)
11
Das schöne Fest (Die Meistersinger von Nürnberg)
12
Tatest du´s wirklich (Tristan und Isolde)
13
Hier sitz ich zur Wacht (Götterdämmerung)
14
Du siehst, das ist nicht so (Parsifal)
15
Sie hat mich nie geliebt (Don Carlos)
16
Lass dir zu Füssen (Der Barbier von Bagdad)
17
So schwärmet Jugend (Der Barbier von Bagdad)
18
An dem linken Strand der Tiber (Alessandro Stradella)
19
Lied an die Flasche (Undine)
20
Weiß ich doch eine (Die verkaufte Braut)
Wir verwenden Cookies. Mit dem Browsen auf dieser Website stimmen Sie der Verwendung unserer Cookies zu. Erfahren Sie mehr über unsere Cookies
x