Margherita Perras

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Interpret

Perras, Margherita

Details

Lebendige Vergangenheit

Eine weiche, volle und edel timbrierte Sopranstimme aus dem Radiolautsprecher ließ aufhorchen. Läufe und Koloraturen wie zu einer Perlenschnur aneinandergereiht, von seltener Ausgeglichenheit und dabei von eher dunkler Farbe verliehen der großen Arie aus "La Traviata" und der ebenso schweren wie berühmten der Königin Margarethe aus "Hugenotten" neue Aspekte. Diese Stimme gehörte einer jungen Sängerin griechischer Abkunft, die, geboren am 15. I. 1908, seit kurzer Zeit der Städtischen Oper Berlin und sodann der Staatsoper Unter den Linden angehörte, aber noch nicht in den internationalen Kreis der Opernstars eingetreten war. Diese Radiosendungen zu Anfang der dreißiger Jahre bewirkten also gleich die Aufmerksamkeit aller Opernfreunde. Während Margherita Perras schon in Berlin gefeiert wurde, debütierte sie erst am 13. I. 1935 (abergläubisch war die Künstlerin nicht) als Traviata, der sie wenige Tage später ihre vollendetste Leistung, die Konstanze in der "Entführung aus dem Serail" folgen ließ. Beide Rollen gestaltete sie im großen, klassischen Gesangsstil. Das sonst oft so trügerische Mikrofon hatte keine falschen Vorstellungen erweckt; dies zeigte sich sofort. Ein blühendes, schmiegsames Organ, eine Technik, die alle Kunstfertigkeit als das Natürlichste der Welt erscheinen ließ. Ausdrucksfähigkeit und ein Wissen um die Flug- und Tragfähigkeit der Stimme und jede Lage bis in die letzte Wurzel der Töne von exquisitem Wohllaut gesättigt. Alle diese Vorzüge wußte die Künstlerin als Konstanze wie in einen Brennspiegel zusammenzufassen. Lebendiges Stilgefühl erschloß das Charakterbild dieser Rolle, die erste Arie ein Liebesgeständnis an den fernen Geliebten, die zweite eine schmerzliche Klage, und die dritte, - die Martern aller Arten - wie oft für Sängerinnen der Prüfstein der Meisterschaft, die Mozart bewußt für die "geläufige Gurgel" der Cavalieri geschrieben hatte und die den Rahmen des Singspieles eigentlich sprengt -, voll Brillanz mit schwirrenden Läufen und strahlenden hohen Tönen. Glücklicherweise konnte die Künstlerin für Wien gewonnen werden. In der Folge zeigte sich, daß die herrliche Stimme sich im großen Fach heimischer fühlte als in Rollen, die sich Sängerinnen, die vom Soubrettenfach kommen, williger erschließen. So lag ihr etwa die Rosina oder Zerbinetta ferner, obgleich sie auch diese wundervoll sang. Dem Espressivo dieser Stimme standen lyrische Rollen, wie sie Puccini für den Belcanto ersonnen hatte, noch näher. Als Butterfly, Liu oder Mimi rührte sie schon durch den reinen Wohllaut des Gesangstones, aber auch als Micaela, als Nedda oder als Sophie im "Rosenkavalier" konnte sie ihre zur Selbstverständlichkeit gewordene ideale Tonbindung unter Beweis stellen. In den Mozartopern "Die Hochzeit des Figaro" als Susanna, und im "Don Juan" als Zerlina wußte sie ihren Sopran ohne Einbuße wirksam zu dämpfen. Eine besondere Glanzleistung bot sie als Gilda in "Rigoletto", mit der sie so ziemlich alle ihre Vorzüge ins hellste Licht stellen konnte; wie nobel und wohllautgesättigt führte sie andererseits als Page Oscar das .. The voice was of a young singer of Greek descent, who had been born there on 15 January 1908, had been singing for a short time at the Städtische Oper in Berlin and then at the State Opera Hause Unter den Linden, but who had not Jet joined the international ranks of opera stars. The radio bro-adcasts at the beginning of the 1930s immediately captured the attention of opera fans. Margherita Perras was already celebrated in Berlin at the time but did not sing her debut as Traviata until 13 January 1935 (she was not superstitious), followed a few days later by her most perfect role, Constanze in Die EntfÜhrung aus dem Serail. Perras sang both roles with great, classic vocal style. The radio microphone, which could so often be deceptive, had not created any false impressions; that much was immediately evident. It was aradiant, supple voice with a technique that made every vocal skill appear to be the most natural thing in the world, expressive power and confidence in the ability of the voice to carry, conveying an exquisitely melodious sound in every register and the heart of every tone. As Constanze, the artist was able to focus all these qualities as though in a burning-mirror. Her characterisation of this role drew on a lively feeling for style. The first aria was a declaration of love to the distant beloved, the second a painfullament, and the third - "Martern aller Arten", which so often has been a measure of mastery, consciously written by Mozart for the "flexible throat" of Katharina Cavalieri and bursting the bounds of Singspiel- was full of brilliance, with thrilling runs and radiant high notes. Fortunately, Perras was persuaded to come to Vienna. It was -subsequently seen thaI her glorious voice was more at horne in the great roles than in those more willingly sung by soubrette singers. She was not as attracted, für example, to Rosina or Zerbinetta, although she also sang those roles wonderfully. The expressive qualities of her voice made it better suited to the lyric roles created by Puccini in bel canto style. As Butterfly, Liu or Mimi she moved an audience simply by the pure, melodious quality of her voice, bur as Micaela, Nedda or Sophie in Rosenkavalier as well, she demonstrated the ideal legato thaI bad simply become a matter of course für her. As Susanna in Mozart's Le Hozze di Figaro and as Zerlina in his Don Giovanni she knew how to mute her soprano without any lass of effecr. A particularly brilliant performance was her Gilda in Rigolet/o, in which she was ahle to show all of her talents to best advantage. But on the other hand, how nobly and melodiously she led the magnificent quintet in the second scene ofVerdi's Un ballo in maschera as the page Oscar. …

Zusatzinformation

Setanzahl 1
Tonträger CD
Artikelnummer PR89587
Veröffentlichungsdatum 05.08.2003
Tracks Sweet Bird (Il Pensioroso), Ach, ich liebte (Die Entführung aus dem Serail), Welcher Kummer herrscht (Die Entführung aus dem Serail), Martern aller Arten (Die Entführung aus dem Serail), Endlich naht sich die Stunde (Figaros Hochzeit), Reich´ mir die Hand, mein Leben (Don Juan), Bei Männern, welche Liebe fühlen (Die Zauberflöte), Letzte Rose (Martha), Titania ist herabgestiegen (Mignon), Wie? Du kommst von der Mutter? (Carmen), Von der Freude Blumenkränzen (La Traviata), Mit deinen Augen, den wundersamen (Tosca), Nur der Schönheit weiht´ ich mein Leben (Tosca), Eines Tages sehn wir (Madame Butterfly), Schüttle alle Zweige (Madame Butterfly), Libera me (Messa da Requiem), Ave Maria, Ave Maria
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Sweet Bird (Il Pensioroso)
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Ach, ich liebte (Die Entführung aus dem Serail)
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Welcher Kummer herrscht (Die Entführung aus dem Serail)
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Martern aller Arten (Die Entführung aus dem Serail)
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Endlich naht sich die Stunde (Figaros Hochzeit)
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Reich´ mir die Hand, mein Leben (Don Juan)
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Bei Männern, welche Liebe fühlen (Die Zauberflöte)
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Letzte Rose (Martha)
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Titania ist herabgestiegen (Mignon)
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Wie? Du kommst von der Mutter? (Carmen)
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Von der Freude Blumenkränzen (La Traviata)
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Mit deinen Augen, den wundersamen (Tosca)
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Nur der Schönheit weiht´ ich mein Leben (Tosca)
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Eines Tages sehn wir (Madame Butterfly)
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Schüttle alle Zweige (Madame Butterfly)
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Libera me (Messa da Requiem)
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Ave Maria
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Ave Maria
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